04.12.2019 - RBI führt deutsch-österr. Handelstransaktion auf Blockchain-Plattform Marco Polo durch

  • Gemeinsame Transaktion mit dem deutschen S-Servicepartner und der Sparkasse Bielefeld
  • Erste Pilottransaktion einer österreichischen Bank
  • Plattform ist auch für kleinere und mittlere Unternehmen geeignet

Die Raiffeisen Bank International (RBI) hat mit dem deutschen S-Servicepartner und der Sparkasse Bielefeld gemeinsam mit der Dr. August Wolff GmbH & Co. KG Arzneimittel sowie mit ihrem Geschäftspartner, dem österreichischen Pharma-Unternehmen s.a.m. Pharma Handel GmbH, eine digitale Handelstransaktion mit forderungsbasierter Finanzierungskomponente auf der Marco-Polo-Plattform erfolgreich durchgeführt. Die RBI ist die erste österreichische Bank mit einer Pilottransaktion auf dieser Plattform.

Das Marco-Polo-Netzwerk verbindet Banken, Unternehmen und Drittdienstleister, um über einen direkten reibungslosen Datenaustausch eine nahtlose Abwicklung ihrer Working-Capital- und Trade Finance-Aktivitäten zu ermöglichen. Es bietet digitale Lösungen für internationale Handels-, Supply-Chain- sowie forderungsbasierte Finanzierungen unter Nutzung der R3-Corda-Blockchain-Technologie. Für Unternehmen sollen die Angebote der Plattform über Webportale, lokale und cloudbasierte Plattformen sowie ERP-integrierte Anwendungen zugänglich werden. Die Abwicklung und Finanzierung von Handelsgeschäften über eine Plattform auf Basis der Distributed-Ledger-Technologie (DLT) ist für im Außenhandel aktive Unternehmen aller Größenordnungen gleichermaßen interessant.

Die RBI sah sich 2017 die vorhandenen blockchainbasierten Handelsfinanzierungslösungen an und entschied sich für Marco Polo. „Marco Polo passte am besten zu unserer Strategie, da die Plattform traditionelle Handelsfinanzierungsprodukte mit neuen blockchainbasierten Lösungen verbindet“, sagt Stefan Andjelic, RBI Blockchain Hub Lead. Die Kooperation mit S-Servicepartner und den beiden deutschen Mittelständlern lieferte einen wertvollen Eindruck von der Marktfähigkeit der Plattform. „Anhand der Transaktion war gut zu erkennen, wie Marco Polo Handelsfinanzierungen transparenter und durch die gebotene Automatisierung effizienter gestalten kann“, so Andreas Zietz, RBI Teamlead Trade Finance.

S-Servicepartner übernimmt bei Marco Polo die Rolle des Produktentwicklers und -anbieters für alle Sparkassen der Sparkassen-Finanzgruppe in Deutschland. Der Dienstleister testet daher gemeinsam mit ausgewählten Instituten und ihren mittelständischen Firmenkunden die Funktionalität der Produkte auf der Plattform sowie die User Experience. „Dies ist die erste Transaktion einer Pilotierungsreihe mit Sparkassen, mit der wir einen wichtigen Beitrag in Richtung Produktionsreife leisten möchten“, sagt Jürgen Nagel, Mitglied des Managementkreises S-Servicepartner Berlin. „Die gewonnenen Erkenntnisse aller Teilnehmer werden von uns direkt in die Weiterentwicklung der Module eingebracht.“

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Die RBI betrachtet Österreich, wo sie als eine führende Kommerz- und Investmentbank tätig ist, sowie Zentral- und Osteuropa (CEE) als ihren Heimmarkt. 13 Märkte der Region werden durch Tochterbanken abgedeckt, darüber hinaus umfasst der RBI-Konzern zahlreiche andere Finanzdienstleistungsunternehmen beispielsweise in den Bereichen Leasing, Vermögensverwaltung und M&A.

Rund 47.000 Mitarbeiter betreuen 16,5 Millionen Kunden in rund 2.100 Geschäftsstellen, der weitaus überwiegende Teil davon in CEE. Die Aktie der RBI notiert an der Wiener Börse. Die Raiffeisenlandesbanken halten rund 58,8 Prozent an der RBI, der Rest befindet sich im Streubesitz. Innerhalb der Raiffeisen Bankengruppe ist die RBI das Zentralinstitut der Raiffeisenlandesbanken sowie sonstiger angeschlossener Kreditinstitute.

Über S-Servicepartner
Der S-Servicepartner ist der größte Marktfolge-Dienstleister der Sparkassen in Deutschland. Als Prozess-Industrialisierer unterstützt der S-Servicepartner die Sparkassen mit Standardisierungs- und Automatisierungslösungen unter Einsatz moderner Technologien wie z. B. Robotic Process Automation (RPA) und Business Intelligence (BI). Die Unternehmensgruppe beschäftigt heute an 11 bundesweiten Standorten mehr als 2.350 Mitarbeiter und erzielt jährlich einen Umsatz von rund 200 Millionen Euro.

Über Sparkasse Bielefeld
Die Sparkasse Bielefeld ist in ihrem Geschäftsgebiet Marktführer im mittelständischen Firmenkundengeschäft und der wichtigste Finanzierungspartner für den Bielefelder Mittelstand. Sie betreut über 20.000 gewerbliche Kundenverbindungen in Bielefeld und hat allein im Jahr 2018 rund 550 Millionen Euro an gewerblichen Krediten neu zugesagt.

Über Dr. August Wolff GmbH & Co. KG
Die Dr. Wolff Gruppe, mit Marken wie Alpecin, Plantur und Alcina, sowie Linola, Vagisan, Biorepair und Karex ist ein in vierter Generation geführtes Familienunternehmen aus Bielefeld mit 675 Mitarbeitern auf weltweitem Wachstumskurs. Im Fokus stehen seit der Gründung 1905 die Forschung und der wissenschaftlich belegbare Nutzen der Produkte, um eine Lösung für Haar- oder Hautprobleme zu finden. Mit eigenen Entwicklungen konnte das Unternehmen 309 Millionen Euro Umsatz (2018) erzielen. Dr. Wolff ist in mehr als 60 Ländern aktiv.

Krenn-Ditz

Ingrid Krenn-Ditz

Head of Group Communications
Corporate Spokeswoman
Raiffeisen Bank International AG
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